Projekte zum Thema Demokratie

Die aktuellen Ereignisse zeigen, wie sehr Demokratie immer wieder gefährdet wird und dass sie niemals ein Selbstläufer ist und sein kann. Demokratie erfordert kontinuierliche Beteiligung und Bestätigung des Volkes (δῆμος dḗmos ‚Volk‘, siehe Wikipedia).

Am 18. Juni findet das DEMOKRATIEFESTIVAL in Heilbronn statt.

Im Rahmen dieses Festivals gibt ein gutes Programm, das sich auch besonders an Schülerinnen und Schüler richtet. Es werden Projekte vorgestellt, es gibt Workshops und Diskussionsrunden, und die Themen drehen sich um „Was hat Demokratie mit Schülerinnen und Schülern zu tun?“ oder „Welche Rechte haben Kinder?“. Aber es geht auch um Themen, die die Schule Ihres Kindes bestimmt.

Quelle: https://demokratie-festival.de/

Das Programm setzt sich vor allem aus der kreativen Arbeit IHRER Schule zusammen. Bzw. der Schule Ihres Kindes. Schulen können am Festival aktiv teilnehmen, indem in der Schule hierzu Projekte initiiert werden. Den Projektideen sind keine Grenzen gesetzt, Demokratie ist das Oberthema. Die Schulen können sich bis zum 20.05.2022 anmelden, um sie dann am 18.06.2022 am Festivaltag zu präsentieren.

Sie können aber auch einfach so auf dem Festival erscheinen.

Detaillierte Infos entnehmen Sie bitte der Website des Festivals. Wir stehen nicht als Partner in Verbindung, finden die Idee aber gut und wichtig und teilen diese gerne. Machen Sie Ihr Kind und seine/ihre Schule auf das Programm und das Festival aufmerksam. Demokratie geht vom Volke aus!

Wenn der Kampf um die Hausaufgaben zum täglichen Kräftemessen wird

Nein. Wir meinen jetzt nicht, dass Kinder einfach mal keine Lust auf Hausaufgaben haben. Wir meinen jetzt nicht, dass Hausaufgaben einfach dazugehören und es deswegen ein notwendiges, zu verrichtendes Übel ist, schließlich haben wir es damals ja auch gemeistert und was ist da schon dabei…

Die Kämpfe rauben Ihnen die Kräfte…

Wir meinen die Momente, die sich nahezu täglich einstellen können, und bei denen unfassbare Energie aufgebracht werden muss. Von den Eltern und von den Kindern. Weil da gestritten wird, weil da vor allem auf Seite der Kinder auf höchstem Niveau argumentiert wird, warum das nun Folgende so abstoßend ist, und weil es da gleichzeitig um nichts profaneres geht also um: Hausaufgaben. Hausaufgaben als sinnbildgewordene Tätigkeit einer generell und grundsätzlich unsinnig und widerlich erscheinenden Form von Stoffvermittlung: Schule.

Sie kennen das Gefühl möglicherweise. Sie haben auf der einen Seite ein sehr interessiertes Kind zuhause, ein unglaublich interessiertes Kind, und auf der anderen Seite sind Schule und vor allem Hausaufgaben ein Graus. Sie haben möglicherweise ein Underachiever-Kind.

Wie kann ich mich über das Thema Underachievement informieren?

Wenn Sie möchten, können Sie natürlich auch direkt mit uns Kontakt aufnehmen, aber vielleicht wollen Sie sich auch erstmal grundsätzlich darüber informieren, was Underachievement ist, ob es sein kann, dass Ihr Kind möglicherweise Underachiever ist. Und dass es unendlich wichtig für Sie und alle sein kann, wenn sich Ihr Kind frühzeitig als Underachiever outet: Denn nun haben Sie auch weiterhin die Möglichkeit, auf die Hochbegabung Ihres Kindes einzugehen, man sollte nur das eine oder andere vielleicht anders angehen, die Ansprüche bei sich und bei dem Kind anpassen, und das wird das gut klappen!

Die Karg-Stiftung hat das Jahr 2022 zum Jahr des Underachievers erhoben und gestaltet einen interessanten Blog zu dem Thema. Vielleicht möchten Sie diesem einen Besuch abstatten?

Ebenfalls lesenwert ist das Kapitel des Instituts für Leistungsentwicklung zum Thema Underachievement.

Ein weiterer guter Link ist dieser des IFLW – Institut für integrative Lerntherapie und Weiterbildung.

Wir würden uns darüber hinaus freuen, wenn Sie auch mit uns Kontakt aufnehmen würden. In unseren Elterngruppen finden Sie Erfahrene Leiter:innen und vor allem: Gleichgesinnte. Eltern, die sich wahrscheinlich nicht an uns gewendet hätten, wenn das Thema Hochbegabung reibungslos verlaufen wäre. Und mit denen Sie sich austauschen können. Mehr zu unseren Elterngruppen erfahren Sie hier.

Mit Kindern über den Krieg reden

Vorab: Sie haben wahrscheinlich für sich schon den richtigen Weg und das richtige Maß gefunden, mit Ihren Kindern über den Krieg im Osten Europas zu reden. Hochbegabte Kinder interessieren sich häufig besonders stark für gesellschaftspolitische Ereignisse und sind möglicherweise auch sehr sensibel. Und das kann auch schon in sehr jungen Jahren beginnen. Wir möchten Ihnen folgende Gedanken als Ergänzung mitgeben, um gut mit Ihren Kindern durch die aktuell turbulenten Zeiten zu kommen.

Fangen Sie bei sich an

Bevor Sie mit Ihren Kinder über die aktuellen Ereignisse reden, lohnt sich der Blick auf Sie selbst. Sensibilität beginnt bei der eigenen Person und ist ein für sich selbst oft unterschätztes Thema. Wie fühlen SIE sich angesichts der aktuellen Lage? Wie gehen Sie derzeit mit der Situation um? Sind Sie besorgt, sind Sie ängstlich, oder blicken Sie hoffnungsvoll in die Zukunft? Konsumieren Sie jede Information, die Sie über den Konflikt bekommen können, oder versuchen Sie, das Thema möglichst weit weg von sich zu schieben? Verhalten Sie sich selbst so, wie Sie denken, dass es passend ist? Wenn Sie Ihren Kindern die Angst nehmen wollen, während Sie sich kontinuierlich am Smartphone über die neuesten Ereignisse informieren, kann das eine andere Wirkung haben, als Sie erhoffen.

Wie bei jedem schwierigen Thema, sollten Sie sich Ihrer Position klar und bewusst werden und sich möglichst authentisch verhalten, um einen guten Ankerpunkt und Anlaufpunkt für Ihre Kinder darzustellen. Achten Sie zuerst vor allem auf sich, und dass Sie das richtige Maß an Information für sich finden.

Leider hinter der ZEIT-Paywall, ein guter Artikel zu dem Thema:
Wie man angesichts der Nachrichtenlage nicht die Hoffnung verliert

Thema in der Schule und zu Hause?

Bei hochbegabten Kindern wirkt häufig verstärkend die Komponente der Hochsensibilität mit. Es geht nicht nur um die inhaltlichen Fakten, sondern auch um Aspekte wie Gerechtigkeit und den Blick auf Gut und Böse. Behalten Sie bitte gerade das immer im Hinterkopf.

Die aktuellen Ereignisse sind so einschneidend, dass möglicherweise auch in der Schule darüber gesprochen wird. Finden Sie heraus, ob der aktuelle Konflikt Thema in der Schule ist. Sprechen die Klassenlehrer:innen mit ihren Kindern darüber? Und was geben Ihre Kinder von dem Gespräch wieder? Wie sprechen die Kinder untereinander über das Thema? Passt das Thema zu Ihrer Haltung?

Aus einem solchen Gespräch können Sie gut heraushören, was für Fragen Ihr Kind noch hat, die es vielleicht von sich aus zu Hause nicht gestellt hätte. Eine andere Sicht fördert auch das eigene Nachdenken, und es ist gut, dass Ihr Kind nicht nur Informationen über Sie aufschnappt. In bestimmten Kontexten ist es jedoch wichtig, dass Sie die Aspekte kennen, einordnen und mit Ihrer Meinung ergänzen können.

Medienformate für Kinder

Die taz schreibt zur Thematisierung des Krieges zu Hause im Interview mit Romy Geiger von den Kindernachrichten beim ZDF:

taz: Frau Geiger, wie erklärt man einem Kind, was ein Krieg ist?

Romy Geiger: Man sollte die Kinder nicht anlügen. Viel wichtiger ist, wie man die Wahrheit beschreibt. Wenn man Krieg erklärt, dann sagt man natürlich auch, dass Menschen gegeneinander kämpfen und sterben. Viele Kinder haben Angst davor, dass der Krieg nach Deutschland kommt, dass ein Weltkrieg ausbricht oder dass ihnen etwas passiert. Man sollte ihre Sorgen ernst nehmen und ihnen auf Augenhöhe begegnen. Wir als Kindernachrichtenredaktion versuchen aber immer, mit einem positiven Ausblick aus dem Thema rauszugehen. Zum Beispiel erzählen wir dann, dass es Menschen gibt, die sich für Hilfe einsetzen. So wollen wir auch in schlimmsten Sachlagen Hoffnung geben.

https://taz.de/Mit-Kindern-ueber-Krieg-sprechen/!5835382/

Viele Fernsehsender geben sich derzeit große Mühe, den aktuellen Konflikt kindgerecht aufzubereiten. Nachrichten schauen kann wichtig sein, auch für Kinder, aber vielleicht achten Sie darauf, dass Sie im Beisein Ihres Kindes nicht zu viel Informationen über den Krieg konsumieren, und das Kind doch über den Weg der speziellen Kinderformate an Nachrichten heranführen. Nehmen Sie die Tagesschau auf und schauen Sie sie zeitversetzt, und stattdessen schauen Sie vorher mit Ihrem Kind ab und an Kindernachrichten. Auch wenn Sie mit Ihrem Kind bisher die Tagesschau gemeinsam gesehen haben, sollte dieses Ritual vielleicht zwischenzeitlich ruhen – auch uns Erwachsenen wird es momentan schnell zu viel.

Sehr gut aufbereitet sind die Kindernachrichten auf dem KIKA bzw. im ZDF:
logo! (KIKA) und logo! (ZDF)

Vielleicht eine Friedensdemo besuchen?

Eine Demonstration kann, wenn sie gut organisiert ist, einen bleibenden, stärkenden und hoffnungsvollen Eindruck hinterlassen. Sie und Ihre Kinder bekommen mit, dass viele andere sich ebenso um die Zukunft sorgen und mit den aktuellen Ereignissen nicht einverstanden sind – und gemeinsam für demokratische Werte und gesellschaftlichen Zusammenhalt einstehen. Durch die vielen Transparente bekommt Ihr Kind auch wieder bestimmte Aspekte mit, die Sie dann mit Ihrem Kind entsprechend einordnen können. Wichtig ist hier, wie bei jeder Demo, vorab zu prüfen, wer die Organisation vornimmt, um die Beweggründe wie auch mögliche Ausschreitungen vor Ort einschätzen zu können.

Und vor allem kommen bei dem Besuch einer Demo die ganz besonderen Aspekte der Emotionalität zum tragen, hier wird Gut und Böse thematisiert, hier geht es um Gerechtigkeit, hier findet etwas statt, was ihr Kind emotional anspricht, wofür es empfänglich sein kann und was gleichzeitig zeigt, dass man auf diese Weise aktiv werden und gegen die Ohnmacht angehen kann.

Größere Kinder können sich vielleicht auch allein oder mit Ihnen zusammen informieren, was es bei Ihnen in der Gegend für Hilfsangebote gibt (bspw. (Kirchen)Gemeinde, Diakonie, DRK o.a.). Dort können entweder konkret Hilfsgüter/-gelder gesammelt werden, vielleicht kann man aber auch in der Organisation, im Weiterleiten von Informationen tätig werden oder sich dort einfach informieren, auf welchem Weg im Rahmen der eigenen Möglichkeiten Unterstützung möglich ist.

Und zum Schluss: auch mal abschalten

Am Ende des Artikels kommen wir wieder auf den Anfang zurück: Finden Sie selbst ein gesundes Maß, sich über den Krieg zu informieren und ebenso über ihn zu sprechen. Auch Ihnen selbst zuliebe. Machen Sie den Konflikt nicht zum zentralen Punkt in Ihrem Familienleben. Zwischendurch einmal abzuschalten und einfach etwas Schönes mit der Familie zu unternehmen ist nicht frevelhaft, sondern hilft Ihnen, Kraft zu tanken für sicher nicht immer einfache Gespräche und Momente zu diesem schwierigen Thema, das uns alle stark beschäftigt und mitnimmt.

Intelligenz – Große Unterschiede und ihre Folgen

Das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung lädt Sie zu einem IMPULSE-Dialog, zu einem Austausch für an Hochbegabung Interessierte ein.

Foto von Max Fischer von Pexels

Intelligenz – Große Unterschiede und ihre Folgen
Mit Prof. Dr. Elsbeth Stern und Prof. Dr. Aljoscha Neubauer.

Die technische Plattform ist WebEx.
Der Vortrag findet am 19.01.2022 von 16:00 bis 17:00 Uhr statt.
Infos und Anmeldung

Auch, wenn Intelligenzunterschiede genetische Ursachen haben, kann Schule dazu beitragen, das in uns schlummernde Potential zu entfalten

Elsbeth Stern, auf ZSL

IMPULSE ist im übrigen eine Veranstaltungsreihe des ZSL, und Sie finden dort auch Onlineseminare auch zu anderen Themen.

14 Gymnasien mit Hochbegabtenzügen in BW

Die Anmeldetermine für das kommende Schuljahr rücken näher, und damit verbunden die Frage, ob Sie Ihr Kind auf ein Gymnasium mit Hochbegabtenzug schicken sollten, und welche Gymnasien in Baden-Württemberg hier etwas anbieten. Wir stellen Ihnen einige Gymnasien vor.

2022 finden die Anmeldungen für die neuen Fünftklässler in Baden-Württemberg am 09.03. und am 10.03.2022 statt. Für die Aufnahme in die Hochbegabtenzüge gibt es besondere Aufnahme- und Auswahlverfahren, und diese starten schon vorher, meist im Februar. Infoveranstaltungen können schon in Januar losgehen. Achten Sie also bitte besonders auf diese Fristen.

In Baden-Württemberg gibt es zum Schuljahr 2022/2023 14 Gymnasien mit Hochbegabtenzügen und ein Landesgymnasium für Hochbegabte. Voraussetzung für die Aufnahme ist ein spezielles Verfahren. Weitere Informationen hierzu gibt das Kultusministerium. Darüber hinaus haben einzelne Gymnasien Angebote für besonders begabte Kinder entwickelt. Alle Kriterien für eine richtige Schulwahl gelten natürlich auch für die Gymnasien mit Hochbegabtenzügen.

Benötigen Sie weitere Unterstützung?

Wir helfen Ihnen gerne!

Der LVH unterstützt Sie bei Ihrer Entscheidung und gibt Ihnen Kriterien für eine gelingende Schulwahl an die Hand. Diese Empfehlungen resultieren aus der 20-jährigen Beratungsarbeit des LVH-Vorstands und der LVH-Elterngruppen in Baden-Württemberg. Sprechen Sie uns gerne an!

Wir möchten Ihnen abr hier schon ein paar weitere Informationen geben und die entsprechenden Gymnasien vorstellen.

Worauf sollten Sie bei den Hochbegabtenzügen besonders achten?