Landesverband Hochbegabung Baden-Württemberg e.V.

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Pressemitteilung zu Hochbegabtenklassen in BW

Stufenweiser Ausbau weiterer Hochbegabtenzüge an neun Standorten

Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Kultusminister Helmut Rau: Entscheidender Schritt auf dem Weg zu landesweitem Angebot

Landesgymnasium für Hochbegabte in Schwäbisch Gmünd ab dem Schuljahr 2008/09 auch für externe Schülerinnen und Schüler zugänglich

"Mit der Auswahl von weiteren neun Standorten treiben wir den Ausbau von Hochbegabtenzügen an Gymnasien im Land weiter konsequent voran. Bei der Standortwahl der zweiten Tranche machen wir einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einem landesweiten Angebot", erklärten Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Kultusminister Helmut Rau am Dienstag (14. November 2006) im Anschluss an die Sitzung des Ministerrats in Stuttgart. Der Ministerrat hatte am Morgen beschlossen, vom Schuljahr 2007/08 an weitere Hochbegabtenzüge an Gymnasien in Heilbronn, Tübingen, Heidelberg und Lörrach einzurichten. Im Schuljahr 2008/09 folgt der weitere Ausbau an den Standorten Marbach am Neckar, Karlsruhe, Konstanz, Rottweil und Ravensburg. Zudem wird das Landesgymnasium für Hochbegabte in Schwäbisch Gmünd dann auch für externe Schülerinnen und Schüler geöffnet.

Mehr dazu finden Sie unter: http://www.stm.baden-wuerttemberg.de/de/Seite_empfehlen/158757.html?referer=103611&template=min_meldung_html&_min=_stm

 

Stellungnahme des LVH am 13.11.2006:

Landesverband Hochbegabung Baden-Württemberg e.V. begrüßt die Einrichtung weiterer Hochbegabtenklassen

Irene Mundel (1. Vorsitzende): „Hochbegabtenförderung darf sich aber nicht auf einzelne Klassen beschränken. Jetzt gilt es die Begabtenförderung an vielen Gymnasien voran zu bringen“

Der Landesverband Hochbegabung Baden-Württemberg e.V. hat die heutige Entscheidung des Kabinetts begrüßt, weitere Hochbegabtenklassen in Baden-Württemberg einzurichten. Irene Mundel, 1. Vorsitzende des LVH, äußerte sich aber kritisch zum Tempo der weiteren Entwicklung: 2007 werden nur 4 weitere Klassen eingerichtet, auf die dann 2008 noch einmal nur 5 Klassen in Baden-Württemberg folgen. Das ist entschieden zu wenig.“ Hochbegabtenförderung kann sich nach Meinung des LVH nicht nur auf einzelne Klassen erstrecken, sondern muss auch an anderen Gymnasien möglich sein. „Wir wissen von einigen Gymnasien, die mit Phantasie und großem Elan Konzepte für eine Begabtenförderung entwickelt haben und die sozusagen in den Startlöchern stehen. Diese Gymnasien sind im nächsten Jahr nicht dabei. Die Elternschaft wird sicherlich zutiefst enttäuscht sein.“

Mundel machte deutlich, dass es viele interessante Ansätze zur konkreten Begabtenförderung an Gymnasien gibt. Das reiche von den reinen Hochbegabtenklassen über Schulverbünde bis hin zur Einbeziehung von örtlichen Schülerakademien bei Beibehaltung der Regelklassen. „Viele Eltern wollen ihre Kinder nicht in Spezialklassen unterbringen, denn sie fürchten, dass ihre Kinder als „Eierköpfe“ abgestempelt werden.“ Auch diesen Wünschen sollte man gerecht werden, in dem man Regelklassen bildet, die besonders leistungsfähige Kinder immer wieder in besonderen Gruppen zusammenfasst, aus denen sie dann aber auch wieder in ihre alte Klasse zurückkehren. Die Hochbegabtenklassen sollten ein offenes System bilden, in das auch noch später Kinder dazustoßen können, die sich in den Regelklassen besonders ausgezeichnet haben. 

 

Nach Meinung des LVH sollte die Begabtenförderung an Gymnasien auf eine breitere Grundlage gestellt werden. „Im Moment muss jedes Gymnasium, das Hochbegabtenförderung betreiben will, ganz von vorne anfangen. Jetzt ist Zeit für einen Kongress zur Begabtenförderung an Gymnasien, der die Konzepte zusammenführt und bekannt macht,“ sagte Mundel.

 

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